Sourceforge zensiert User

Screenshot Sourceforge.net
Screenshot Sourceforge.net

SourceForge sperrt User aus “Schurkenstaaten”

Das beliebte Portal Sourceforge – gehört dem börsennotierten US-Unternehmen Geeknet – sorgt derweil für Schlagzeilen.

Sourceforge ist seit Jahren eine Anlaufstelle für Programmierer und Open-Source-Software.

Ungefähr 230000 Projekte werden momentan auf Sourceforge gehostet und das Portal hat ca. zwei Millionen registrierte Nutzer.

Allerdings schweben dunkle Wolken über den Himmel von Sourceforge.

Sourceforge hat mitgeteilt, den Zugriff von Entwicklern aus Staaten blockiert zu haben, die auf diversen Sperrlisten der US-Regierung stehen. Auf der Sanktionsliste des US Office of Foreign Assets Control stehen (bekannt)  Kuba, der Iran, Nordkorea, der Sudan und Syrien.

User dieser Staaten können nicht mehr auf dem von Sourceforge gehosteten Code zugreifen.

“Einschränkungen des freien Informationsflusses gefallen uns nicht”, heißt es im Unternehmensweblog, “aber wir leben auch in der realen Welt und müssen uns den Gesetzen des Landes beugen, in dem wir arbeiten.”

Bei nicht Beugung von Sourceforge Mitarbeitern, drohen Geld- und Gefängnisstrafen. Aus diesem Grund werden IP Adressen von den besagten Staaten gesperrt.

Für “Programmierer”, egal welcher Herkunft stellt der Zugriff auf Sourceforge somit allerdings kein tatsächliches Problem dar.

Trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack. Man sieht hier ganz deutlich, unter welchen politischen Druck Webseiten “klein bei” geben müssen.  Ungeklärt ist auf Grund der brisanten Lage das Erfassen, Speichern, Auswerten und Weitergeben der Daten von Besuchern, beim Besuch von Sourceforge.

Siehe auch: futurezone

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